70 Jahre Befreiung

 

70 Jahre Befreiung

 
CAJ, Kolpingjugend und Junge Bau gedenken gemeinsam der Befreiung am 08. Mai auf dem ehemaligen Arbeitserziehungslager Augustaschacht in Ohrbeck.
 
Jugendliche und junge Erwachsene von der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ), der Kolpingjugend und IG Bauen Agrar Umweld (IG BAU) nehmen den 70 Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom NS Terror zum Anlass, gemeinsam auf ihre Wurzeln zuschauen und mehr über das System der Zwangsarbeit im Drittenreich zu erfahren. Im ersten Referat zeigten Generalvikar Theo Paul und Klaus Fischer, Sekretär der IG BAU Osnabrück Emsland viele parallelen der Gewerkschaftsbewegung und der christlichen Soziallehre auf. Es zeigte sich in diesem Referat, das es allen beteiligten um die Menschen in der Arbeitswelt geht. 
 
Den Überblick über das System der Zwangsarbeit gab Dr. Michael Gander, Leiter der Gedenkstätte Augustaschacht, in verschiedenen Workshops. Damit nicht nur über Menschen, sondern auch mit Menschen gesprochen werden kann, hat Igor Rudchin den Weg von Sewastopol /Krim auf sich genommen. Als fünfzehn jähriger musste er  als Zwangsarbeiter in den Klöckner-Werken in Georgsmarienhütte arbeiten. Die Teilnehmer waren von der Begegnung und dem Gespräch sehr beeindruckt. Damit es aber nicht nur beim Erinnern bleibt wagten die Teilnehmer auch einen Blick auf die Gegenwart. Was bedeutet der „Missbrauch von Werksverträgen“ für Arbeitnehmer die aus der EU oder der ganzen Welt nach Deutschland kommen um zu arbeiten? Dieses Thema beleuchtete Bernhard Hemsing Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG).  
 
Am Sonntag diskutierten die Teilnehmer mit Generalvikar Theo Paul, Gero Lürs (IG BAU) und Dr. Klaus Lang (Gedenkstätte Augustaschacht), welche Handlungsmöglichkeiten Kirchen und Gewerkschaften im Umgang mit Arbeitszwängen, Ausbeutung und Rassismus in der Arbeitswelt haben. Es stellte sich schnell heraus, dass wir für dieses Ziel Hand in Hand arbeiten müssen. Oft wurden in der Diskussion die Verdienste von Prälat Kossen (Offizialat Vechta) benannt, der die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter auf den Schlachthöfen öffentlich angesprochen hat und mit den Gewerkschaften zusammen, eine positive Veränderung für die Mitarbeiter bewirken konnte
 
Abschließend wurde eine Andacht am Mahnmal für die Opfer des NS Terrors gehalten. Igor Rudchin, ehemaliger Zwangsarbeiter, gab uns mit auf den Weg Wachsam zu sein und gegen Rassismus und Ausbeutung in all ihren unterschiedlichen Erscheinungsbildern zu kämpfen.
 
Dieses Wochenende soll nur der Anfang sein. Im Herbst wird es ein weiteres Treffen zwischen CAJ, Kolping und IG BAU geben, um gemeinsam über „Prekäre“ Arbeit zu sprechen.
 

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